Hackschnitzel aus der Region ersetzen Erdgas |
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Mit der „Bioenergie Mitterteich GmbH und Co. KG“ wurde jetzt die erste kommunale Energiegesellschaft im Landkreis Tirschenreuth gegründet. Mit Hilfe dieser Gesellschaft werden bald in Mitterteich kommunale Gebäude mit Wärme aus regenerativen Energien versorgt. Die Vorstellung des Projektes erfolgte jetzt durch Bürgermeister Roland Grillmeier und Diplom-Ingenieurin Diana Hehenberger, Geschäftsführerin der „KEWOG Energie und Dienste GmbH“. Die Wärmeversorgung der Mehrzweckhalle, der Haupt- und Grundschule, des Hallenbades und der Förderschule soll durch ein Biomasseheizwerk, welches mit Hackschnitzeln betrieben wird, erfolgen. Möglich wäre zu einem späteren Zeitpunkt auch der Anschluss des Lebenszentrums und des städtischen Kindergartens. Bisher wurden die teilweise schon über 30 Jahre alten Heizanlagen der Gebäude meist mit Gas betrieben, eine Sanierung wäre laut Bürgermeister Grillmeier ohnehin in nächster Zeit angestanden. Die Stadt hat sich dazu entschlossen, die Wärmeversorgung durch regenerative Energien sicherzustellen, also einen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit von den großen Energieversorgern zu machen. Die Hackschnitzel für die neue Anlage werden von Waldwirten aus der Umgebung angeliefert. Bürgermeister Grillmeier betont, dass die Region von Wald geprägt ist, und die Stadt Mitterteich beabsichtigt, diese Energie mit der Biomasseanlage sinnvoll zu nutzen. Die Stadt Mitterteich befinde sich mit dem Energie-Mix auf dem richtigen Weg, hob Diana Hehenberger hervor. Die Anlage wird von dem neuen Kommunalunternehmen in der Nähe des Lehrerparkplatzes der Grundschule gebaut und ab der nächsten Heizperiode auch betrieben. In der Stadt sind weitere ähnliche Projekte vorgesehen, dafür dient die Anlage gewissermaßen als Grundstock. Die Investitionen für den Neubau der Anlage und des Fernwärmenetzes betragen ca. 800.000 €, deren Finanzierung außerhalb des Haushalts abgewickelt wird. Für dieses Projekt hat sich die Stadt Mitterteich entschieden, mit der KEWOG Energie und Dienste GmbH zusammenzuarbeiten und hat so einen kompetenten Partner für die Planung und Realisierung des Projektes gefunden, so Bürgermeister Grillmeier. Bereits im Herbst 2009 wurden die ersten Gespräche über die Gründung einer Gesellschaft geführt, die Gesellschafterverträge wurden vor kurzem unterschrieben. Bürgermeister Grillmeier betont, dass diese kommunale Energiegesellschaft im Landkreis sicher nicht die einzige bleiben wird.
Text: eigene Quelle |
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